Nach den Begrüssungsworten von Markus R. Bauer hielt Prof. Dr. Dierk Hoffmann eine kurze Einleitung zu Paul Leppin und hob die innige Freundschaft hervor, die Leppin mit Else Lasker-Schüler verband. Auch sie nahm in ihrem Schaffen unverhohlen Bezug zum politischen Zeitgeschehen, weshalb ihre Werke in Nazi-Deutschland zensiert und verboten, ihre Bücher verbrannt wurden. Sie stand eng mit der Dadaismus-Bewegung in Verbindung, die 1916-1919 in Zürich für kulturelles Aufsehen sorgte und das Cabaret Voltaire an dem Ort gründete, wo heute abend die Buchvernissage gefeiert wird. 1933 floh sie in die Schweiz und lebte bis 1939 in Zürich, wo sie von der Fremdenpolizei bespitzelt wurde und Schreibverbot hatte.


Es folgt die Aufführung von Leppins "Rede der Kindesmörderin vor dem Weltgericht" mit Andalus (ZH) als Erzähler und Manu Bührer (SH), die in ihrer Rolle als abtreibende Prostituierte mit einer starken Performance beeindruckt. Bilder von HR Giger, die im Buch als Schwarz Weiss-Illustrationen zu finden sind, untermalen als farbige Hintergrund-Projektionen die Bühne.